Künstlervereinigung Rekener Farbmühle e.V.

 

Korinna Hüfner

 

 Bildershow

 

 

 

 

 

Künstlerischer Tätigkeitsbereich:

 Acryl auf Leinwand und Aquapastellstift auf Leinwand

 

Künstlerischer Werdegang:  

1996 ARKA Kulturwerkstatt Essen Acryl auf Leinwand und Bleistiftzeichnungen

1998 ARKA Kulturwerkstatt Essen Akt und Portätzeichnungen 1999 ARKA Kulturwerkstatt Essen Portätzeichnungen

2009 Gründung des Kunstvereins "Rekener Farbmühle e.V. "   

 

 

Kunstausstellungen:  

2002 Bücherei St. Heinrich Reken

2003  Multi–Sport Borken

2004 im eigenen Atelier

2006 im Salon Geldermann

2007 im eigenen Atelier

2008 in der Kolvenburg Billerbeck

2008 Reken Forum

2009 Gärtnerei Vienken, Reken

2009 Amtsgericht Borken

2009 Bücherei Reken, Gemeinschaftsausstellung mit Guido Kuschel

2010 Gärtnerei Vienken, Reken

2010 Rekener Windmühlenflügel, Standort Kirchplatz Bahnhof Reken

2011 "Frauenpower" im Benediktushof Maria-Veen

2011 "Kalenderbilder", Gemeinschaftsausstellung in der Bücherei St. Heinrich

2011 "Nächstenliebe", Gemeinschaftsausstellung in der St. Simon und Judas Kirche, Reken

2012 Rathaus der Gemeinde Reken

2012 MEAG Essen

 

Kontakt: korinnahuefner@web.de

 

„Das Malen hat mich befreit“ (BZ 18.06.2011)

 

Von Gaby Eggert


HÜLSTEN. Die „Rekener Farbmühle“ ist ein Kunstverein, der sich vor etwas mehr als einem Jahr gegründet hat. Das Projekt unter dem Titel „Windmühlenflügel - Frischer Wind für Reken“ unterstützt die Gemeinde Reken mit einem Zuschuss und tatkräftiger Hilfe. An markanten Stellen in allen Ortsteilen entlang der Radwanderwege wurden Windmühlenflügel aus Holz aufgestellt, die die Künstlerinnen und Künstler individuell gestaltet haben. Die BZ stellt die Künstler vor - heute Korinna Hüfner.

 

Anscheinend eint dies die meisten Maler: Sie sagen, sie malten schon immer. Auch bei Korinna Hüfner ist das so. Im Kleinkindalter war kein Stück Papier vor ihr sicher. Besonders gern bemalte sie die Bücher ihrer Mutter. Stolz ist Korinna Hüfner, mütterlicherseits ungarisches Blut in sich zu haben: „Zum Temperament kommt noch der Charme der Sachertorte, denn mein Vater war Österreicher“, erzählt sie lachend. Die Friseurin, Maskenbildnerin, Kosmetikerin und Mutter von zwei erwachsenen Kindern kommt aus Essen und ist vor zwölf Jahren nach Reken gezogen. „Wir wollten aufs Land“, so die Begründung.<br> <br> Ihre ersten Gesichter gestaltete die Künstlerin unter Anleitung eines Mülheimer Malers im Alter von 19 Jahren. Und doch dauerte es noch weitere zehn Jahre, bis sie es nach Weiterbildungen in der ARKA-Kulturwerkstatt Essen wagte, ihre Fantasien in Bildern auszudrücken und diese der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ein großes Vorbild ist für sie die mexikanische Malerin Frida Kahlo, die sich ihre Verletzungen von der Seele malte. Trotz ihres Schicksals nach einem Unfall musste sie zeitlebens mit körperlichen Einschränkungen leben, besaß dennoch viel Witz und Temperament. „Meine Familie hat mich zum Malen motiviert und ist mein wichtigster Kritiker“, so die Malerin. „Das Malen hat mich befreit.“ Ihre Bilder sind meist großflächig und „so bunt wie mein Leben“. Charakteristisch für ihre Werke sind großflächige Porträts voller Farbigkeit sowie die ausdrucksstarke Darstellung der Augen und Gesichter. Korinna Hüfner kombiniert beim Malen Öl, Acryl und Aquarell - die Glitzerpartikel nicht zu vergessen. An unzähligen Ausstellungen hat sie teilgenommen, bis sie im Jahr 2009 den Kunstverein „Rekener Farbmühle“ mitgründete und Vorsitzende wurde. Als Sängerin im Bahnhof Rekener Kirchenchor Lyra und gute Freundin des verstorbenen Organisten Reinhold Ewering war es für sie selbstverständlich, den Windmühlenflügel der St.-Elisabeth-Kirche zu gestalten. In Anlehnung an den Pfarrer-Berger-Platz widmete sie den Flügel dem langjährigen Pastor Johannes Berger von St. Elisabeth. Als Hauptmotiv wählte sie dafür eben diesen Geistlichen, der sich sehr stark im Ortsteil Bahnhof Reken engagiert hatte. Schwester Regine, die ebenfalls im Ort wirkt, ist darauf zu finden genauso wie der Kirchenchor Lyra und natürlich das Gotteshaus.

 

Fröhlich-frische Farbigkeit

Bericht aus der Borkener Zeitung vom 28.03.2011

 
 
Thomas Spaan, einer der beiden Geschäftsführer des Benediktushofs Maria Veen, eröffnet die Ausstellung „Frauenpower“ im Foyer der Einrichtung am Meisenweg.
Thomas Spaan, einer der beiden Geschäftsführer des Benediktushofs Maria Veen, eröffnet die Ausstellung „Frauenpower“ im Foyer der Einrichtung am Meisenweg.
(Fotos: Eggert)
 
MARIA VEEN (geg). „Mein Leben ist so bunt wie meine Bilder“, sagte Künstlerin Korinna Hüfner, die am Samstag ihre Ausstellung „Frauenpower“ im Foyer des Benediktushofes eröffnet hat. Bis Ende April schmücken diese die Eingangshalle des Hauses mit ihrer fröhlich frischen Farbigkeit.

Geschäftsführer Thomas Spaan drückte in seiner Ansprache die Freude darüber aus, dass sich das Haus nun auch nach außen öffne. „Die Ausstellung ist die Auftaktveranstaltung zu hoffentlich vielen Aktionen“, so Spaan. Und mit Blick auf die Werke Hüfners: „Bunt ist meine Lieblingsfarbe“, zitierte er Walter Groppius, den Begründer des Weimarer Bauhauses. Die Konfrontation mit der Kunst solle mehr Leben in den Alltag der Bewohner bringen. Für viele sei das die erste Konfrontation mit Kunst. Spaan forderte die Bewohner auf: „ Nutzt die Möglichkeit, das eine oder andere Projekt aktiv mitzugestalten.“

 

Die Eröffnungsrede übernahm Dunja Koch, seit zehn Jahren Rekenerin und seit dieser Zeit eine persönliche Freundin der Künstlerin. „Eine starke Frau zeichnet sich durch eigene Ideen, Konsequenz und persönlichen Einsatz aus“, so Koch. Sie beschrieb Hüfner als eine Frau, die das Drehbuch ihres Lebens selbst schreibe und dabei recht kreativ Regie führe.
 
 
Korinna Hüfner mit ihrer Familie in der Nähe eines Selbstporträts. Insgesamt 39 Kunstwerke zeigt die Rekenerin.
Korinna Hüfner mit ihrer Familie in der Nähe eines Selbstporträts. Insgesamt 39 Kunstwerke zeigt die Rekenerin.
(Fotos: Eggert)
 
Charakteristisch für Hüfners Werke seien die Darstellungen der Augen, Menschen und Gesichtern: „Inspiration für das, was sie später mit Stift und Farbe umsetzt, findet unsere Künstlerin im Alltag, im Cafe oder beim Telefonieren.“ Hüfners Vorbilder sind dabei Gustav Klimt, Paul Modersohn-Becker, aber vor allem Frida Kahlo de Rivera.
 
 
„Dreimal Frida“ heißt dieses Kunstwerk Korinna Hüfners, das im Benediktushof zu sehen ist.
„Dreimal Frida“ heißt dieses Kunstwerk Korinna Hüfners, das im Benediktushof zu sehen ist.
(Fotos: Eggert)
 

Für die Bewohnerinnen Marion Bennemann, Angelika Spiecker, Corinna Becks, Jutta Bußkönning und Arife Görenki war diese Ausstellungseröffnung etwas ganz Besonderes. Denn ihre Werke, die sie in einem Projekt mit Korinna Hüfner und Jaqueline Wahlers schufen, wurden zu einem Ganzen zusammengefügt und Bestandteil der Ausstellung. Von der pädagogischen Seite betrachtet, meinte Jaqueline Wahlers: „Jeder kann malen.“ Das Ergebnis sei Mut, Zufriedenheit und Selbstvertrauen bei dem Gestaltenden, und: „Die Bilder sollen Anlass für Gespräche untereinander bieten.“

 

39 Werke Korinna Hüfners sind im Foyer des Benediktushofs zu sehen. Waren es die teilweise zum Dialog auffordernden großen Augen eines Werkes, oder die Farbigkeit, die den Betrachter fesselten? Wahrscheinlich beides.

 

Hüfner kombiniert beim Malen Öl, Acryl und Aquarell - und nicht zu vergessen - Glitzerpartikel miteinander. Zur Ausstellung gerade noch fertig geworden sind die „Powerfrauen“ Margret Thatcher, Michelle Obama, Indira Gandhi und Angela Merkel, die für Frauenpower und soziales Engagement stehen sollen. Frauenfreuden sind im „Türkischen Bad“ zu erkennen - und dass Frau auch ohne Haare schön sein kann, zeigt das Gemälde „Der weiße Schatten“.

 

Zu sehen sind die Bilder bis Samstag, 23. April.

 

Rekener Farbmühle e.V. | farbmueller@gmail.com