Künstlervereinigung Rekener Farbmühle e.V.

Josef Niewerth

 

 

Ich bin Maler aber auch begeisterter Sammler von Werken russischer Künstler. Meine Sammelleidenschaft entstand in den 90er Jahren, als ich Hilfstransporte nach Weißrussland, Kasachstan und Litauen begleitete. Durch meine  Art, offen auf die Menschen zuzugehen, fiel es mir nicht schwer, zu den Leuten Kontakt aufzunehmen. Unter anderem lernte ich Prof. Samarkin aus Kasachstan und  Nicolai Tschorabo aus Weißrussland sehr gut kennen und schätze ihre Kunst sehr. Ich durfte zeitweise einige Tage in ihrem Atelier verbringen und ihnen bei ihrer Arbeit zuschauen. Diese zehn Jahre, in denen ich diese Leute immer wieder besucht habe und auch oft mit Dingen, die bei uns selbstverständlich sind, versorgen konnte, möchte ich nicht mehr missen. Ich habe dort wunderschöne Bilder erwerben können, die ich dann mit nach Hause gebracht habe. In meinem Haus hängen mehr Bilder als in mancher Galerie. Man muss jedoch ausgeschlafen sein, bei dem, was ich in dieser Zeit erlebt habe.

 

Das hat natürlich auch meine eigene Malweise beeinflusst. Ich bevorzuge die naturalistische Malerei, Landschaften, Tiere und Menschen haben es mir besonders angetan. Dabei halte ich es wie die russischen Meister: ich male mit Öl auf Leinwand, zeichne aber auch sehr viel. Durch das Zusehen konnte ich eine ganze Menge über die Arbeitsweise der osteuropäischen Künstler mit der klassischen Ausbildung lernen.

 

Ich selbst male seit meiner Jugend. Ein Bild, was ich mit 18 Jahren gemalt und dann meinen Eltern geschenkt habe, hing bis zum Tod meiner Mutter in ihrem Haus. Ich habe es später nicht mehr gemocht und das Bild nach ihrem Tod verbrannt. Ich schämte mich dafür, so ein Bild überhaupt gemalt zu haben. Im Jahr 1999 habe ich von meiner Frau zehn Zeichenstunden bei dem Künstler Sleh El Bedoui geschenkt bekommen, in den nächsten fünf Jahren bis zum Tod des hoch geschätzten Künstlers habe ich alle Kurse bei ihm besucht und viel gelernt, da er ein sehr kritischer Lehrer war. Als er einmal mit einem breiten Pinsel in eines meiner gerade wachsenden Bilder (das Abbild eines Pferdes) hineinging, und große Veränderungen vornahm, war ich richtig böse auf ihn. Einige Zeit später sah ich ein, dass es gut gewesen war, was er gemacht hatte und vergaß meinen Zorn.

 

Ausstellungen:

2002     Toyota-Europa in Köln

                Gaststätte Jägerhof, Bahnhof-Reken

                Kunst im Gewächshaus, Bahnhof-Reken

2009      Reken-Forum

2010      Reken-Forum

2009      Altes Spritzenhaus, Groß-Reken

                Ständig wechselnde Exponate im Cafe Altes Spritzenhaus

 

Geplant:

Frühjahr 2013   Kompletter Austausch der Exponate im Cafe Altes Spritzenhaus

 

Rekener Farbmühle e.V. | farbmueller@gmail.com